Gestalt


Die Gestaltberatung hat sich in den letzten Jahren aus der Gestalttherapie heraus entwickelt. Grundlage ist der Gestaltansatz  - die Philosophie, die allen Gestalt-Disziplinen zu Grunde liegt.

 

 

Grundannahmen

 

Der Gestaltansatz geht davon aus

 

  • dass der Mensch in ein soziales und ökologisches Umfeld eingebettet ist. Wachstum, Entwicklung und Sinnfindung geschehen im Kontakt mit diesem Umfeld.
  •  Vertrauen in die Selbstregulierungskräfte und die Akzeptanz der aktuellen Situation schaffen die Voraussetzung für Veränderung und einen lebendigen Austausch des Einzelnen mit seiner Umwelt.
  •  Zentral sind der wahrnehmungspsychologische Begriff der "Gestalt" und der Begriff „Kontakt“.

 

Nach Fritz Perls nimmt der Mensch sich und seine Umwelt als sinnvolle Einheiten - als Gestalten – wahr.

Für den gelungenen Austausch mit der Welt bedarf es lebendiger Kontaktprozesse. Diese können aufgrund von Störungen unterbrochen werden. Das Ergebnis solcher Kontaktstörungen sind so genannte „offene Gestalten“, z.B. nicht gelöste Konflikte.

 

 

 

Durch den Kontakt von Ich und Du werden im "Hier und Jetzt" Blockaden, "blinde Flecken" und abgespaltene Persönlichkeitsanteile aufgespürt.

Durch die verbesserte Wahrnehmung,

- wir sprechen von „Gewahrsein“ (= Aufmerksamkeit & Achtsamkeit)-

innerer und äußerer Vorgänge und durch die kreative Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten wächst die Fähigkeit zum selbstverantwortlichen Handeln und zur Überwindung dieser Störungen, zum "Schliessen der Gestalten."

 

Fazit

 

In der Gestalt- Haltung wird wenig interpretiert oder analysiert.. Durch den Dialog und die Betonung des Erlebens im Hier und Jetzt wird die eigene Wahrnehmung sensibilisiert und die Bewusstwerdung von Empfindungen, Gefühlen, Bedürfnissen und Fantasien gefördert. Körperliches Nachspüren und aus der Situation entwickeltes Experimentieren mit neuen Verhaltensweisen unterstützen einen Veränderungsprozess.